| Wohlproportioniertes
Warmblutpferd im Typ eines Halbblüters mit starkem Trakehnereinschlag.
Hübscher, trockener Kopf mit breiter Stirn, lebhaften Augen und kleinen,
spitzen Ohren; gut aufgesetzter, kräftiger Hals; schöne, schräge Schulter;
geräumige Brust; viel Gurtentiefe; ausgeprägter Widerrist; kräftiger Rücken
mit schöner, runder Kruppe; klare Gliedmaßen mit trockenen Sehnen und
Gelenken; lange Fesseln; harte, gut geformte Hufe.
Der polnische
Wielkopolska entstand aus einer Vermischung der alten masurischen und der
Posener Rassen. Das Masurenpferd war eine Weiterentwicklung der
Trakehner-Rasse. Es wurde mit Hilfe von Pferden gezüchtet, die am Ende des
Zweiten Weltkriegs im Trakehner-Gestüt (im ehemaligen Ostpreußen)
zurückgelassen worden waren. Die Züchtung erfolgte mit großer Sorgfalt und
unter Beachtung aller Richtlinien, die schon für die Trakehner aufgestellt
worden waren. Auch die Posener Rasse ist auf die Trakehner zurückzuführen.
Beide Rassen wurden immer wieder gekreuzt; heute sind sie in einem Zuchtbuch
unter der neuen Rassenbeeder gekreuzt; heute sind sie in einem Zuchtbuch
unter der neuen Rassenbezeichnung »Wielkopolska« zusammengefasst.
In Polen gibt es 42 größere Gestüte, der Wielkopolska wird in 13 von ihnen
gezüchtet. Alle Hengste werden zunächst auf ihren Körperbau hin geprüft,
außerdem werden Leistungstests gemacht. Dabei wird mit ihnen entweder als
Sattel- oder als Wagenpferd weitergearbeitet. Diese Sorgfalt ist durch
Größenzuwachs und durch einen Qualitätsgewinn bei den Wielkopolska belohnt
worden.
Der Wielkopolska eignet sich für zahlreiche Aufgaben: Auf Bauernhöfen
verrichtet er leichte Zugarbeit, und auch zum Reiten wird er gern genommen.
Darüber hinaus beginnt er sich zunehmend auch als Wettkampfpferd zu
profilieren. |