| Elegantes Blutpferd
mit viel Adel. Trockener, gerader Kopf mit großer Maulpartie, gelegentlich
»Schlappohren«; langer, gut aufgesetzter Hals. Deutlich markierter Rist,
lange und schräge Schulter. Rumpf tief, aber oft etwas schmal und
aufgeschürzt. Kräftiger Rücken, muskulöse, leicht abgeschrägte Kruppe mit
hoch angesetztem Schweif. Dünnes, spärliches Langhaar, seidiges Fell.
Trockene Beine mit ausreichender Knochenstärke und guten Hufen, kein Behang.
Flache, raumgreifende Gänge, nur selten überragendes Springvermögen. Alle
Grundfarben, Schimmel selten
Ursprünglich stammt
der Trakehner aus Ostpreußen, heute ein Teil Polens. Die Rasse entstand auf
dem Trakehner-Gestüt, das 1732 gegründet wurde. Basis für die Zucht waren
die einheimischen Schwiekenpferde, die mit Vollblut und Arabern gekreuzt
wurden. Das Ergebnis war ein elegantes Kutsch- und Kavalleriepferd. Während
des Zweiten Weltkriegs wurde die Rasse ziemlich dezimiert.
Das gute Aussehen des Pferds, seine freie und extravagante Aktion sowie
seine Vielseitigkeit haben den Trakehner zu einem überaus beliebten Show-
und Dressurpferd werden lassen. Darüber hinaus ist es bei Freizeitreitern
sehr beliebt. Mit Hilfe der Trakehner, die in Polen zurückblieben, entstand
die Wielkopolska - Rasse. Sie gehörte zu denjenigen Rassen, die für die
Entwicklung des Württembergers benutzt wurden, einem sehr guten,
mittelschweren Reit- und Wagenpferd. Andere Rassen, wie z.B. der
Hannoveraner, wurden mit seiner Hilfe verbessert. Man führt die Anfänge
der Rasse auf den Deutschritterorden zurück, der in Ostpreußen eine
systematische Zucht auf der Basis der Schweiken (primitiver Landschlag)
betrieb. 1725 ließ Friedrich Wilhelm 1. das sumpfige Gebiet von Trakehnen
trockenlegen und gründete 1731 das Königliche Stutamt. Es umfasste rund 1600
Pferde und 10 000 Morgen Land. Berühmtester Vererber wurde Tempelhüter, ein
Sohn von Pertctionist xx, dessen Denkmal heute in Verden steht. 1945 wurden
rund 800 Stuten und 40 Hengste in einem abenteenkmal heute in Verden steht. 1945 wurden
rund 800 Stuten und 40 Hengste in einem abenteuerlichen Treck über das
gefrorene Frische Haff vor den anrückenden Russen in den Westen gerettet, wo
man die Zucht neu aufbaute, die heute durch den Verband der Züchter und
Freunde des Warrnblutpferdes Trakehner Abstammung betreut wird. Bis heute kümmert man sich mit großer Sorgfalt um
diese Tiere. Die Züchtungen bleiben sehr artentreu. |