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Harmonisches Reitpferd. Trockener, ausdrucksvoller Kopf; gut geformter Hals,
schräge Schulter, markanter Widerrist, tiefer Rumpf, gerader Rücken, lange
Kruppe. Trockenes Fundament mit korrekten Gelenken und Hufen. Alle
Grundfarben.
„Thüringer Rosse" hatten schon im frühen Mittelalter einen guten Ruf. Die
Bedürfnisse in Thüringen begünstigten die Zucht eines Arbeitspferdes,
bevorzugt Belgier, Rheinländer, Dänen und Oldenburger, wobei der
Oldenburger. Das erste Stutbuch wurde 1903 angelegt und das Körgesetz 1922
erlassen, wodurch die Pferdezucht mit dem Schwerpunkt Kaltblut und schweres
Warmblut in geordnete Bahnen gelenkt wurde. Da der Pferdesport in Thüringen
vor und nach dem 2. Weltkrieg keine so bedeutende Rolle wie in den anderen
Bundesländern spielte, nahm die Reitpferdezucht in Thüringen erst nach
Abschluss der Motorisierung und Mechanisierung der Landwirtschaft Ende der
60er Jr Motorisierung und Mechanisierung der Landwirtschaft Ende der
60er Jahre zu. Der Großteil der Stuten führt durch Vollblut und Trakehner
veredeltes mecklenburgisch - hannoversches Blut. Zuchtzentrum war das 1969
gegründete Gestüt Zöthen. Nach dessen Auflösung wurde die bereits bestehende
Zusammenarbeit mit dem sächsischen Landgestüt Moritzburg verstärkt, das den
Thüringer Züchtern Hochqualifizierte Landbeschäler zur Verfügung stellt. |