| Gangmechanik: |
im Walk gleitend, ohne Sprungphasen, Hinterhand tritt flach,
vorne leichtfüßig, dazu das rhythmische Kopfnicken; verkürzter, erhabener
Galopp mit deutlicher Aufwärtsbewegung (Schaukelgalopp), flachere Aktion für
Freizeitpferde, hohe, spektakuläre Aktion für Showpferde |
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Mittelgroßes harmonisches Pferd
typisch amerikanischer Prägung. Großer, leicht geramster Kopf mit gutmütigem
Ausdruck; Hochaufgesetzter, kräftiger Hals, lange, schräge Schulter.
Kompakter, kurzer Rumpf mit kräftigem Rücken und guter Tiefe, leicht
abfallende, muskulöse Kruppe mit hohem Schweifansatz. Klare Beine, breite
Gelenke, oft etwas lange Röhren und knappes Fundament. Die Hufe werden
ungewöhnlich lang belassen (Spezialbeschlag), um den charakteristischen
rollenden Schritt und Tölt zu fördern. Vielseitig verwendbares, robustes
Pferd mit raumgreifenden, extrem weichen Gängen. Meist Rappen, Braune und
Schimmel.
Das Tennessee Walking
Horse (Kurzform: der Walker) entwickelte sich im 18. Jahrhundert aus den
Vollblütern, Morgans, Standardbreds, Saddlebreds sowie Narragansett Pacern
der Siedler in Tennessee.
Zunächst war der Walker ein vielseitiges Arbeitspferd, seine besonders
angenehme Art, ihn zu reiten, machte ihn dann aber sehr beliebt bei den
Eigentümern der riesigen Plantagen im Süden.
Der Walker hat einen einzigartigen Körperbau. Seine Statur ist kraftvoll,
die Vorderbeine stehen etwas auseinander, die Hinterbeine mit den
Sprunggelenken weisen vom Körper weg. Seine Gangarten - der Flatfoot Walk,
der Running Walk und der Kanter - wurden für besonders angenehmes Reiten
entwickelt und werden von keiner anderen Pferderasen für besonders angenehmes Reiten
entwickelt und werden von keiner anderen Pferderasse beherrscht. Der
Flatfoot Walk zeichnet sich durch eine sanfte, gleitende Aktion aus, als ob
das Pferd über dem Boden schwebte. Dabei setzen die Hinterbeine etwa 30 bis
50 cm vor den Vorderbeinen auf. Der Running Walk ist eine schnellere Version
dieser Gangart, bei der das Pferd sich aufrichtet und ein Tempo von 25 km/h
halten kann. Beim Kanter hebt sich die Vorderhand in einer Art drehender
Bewegung, während die Hinterhand fast unverändert bleibt. Der Running Walk
ist den Pferden inzwischen angezüchtet worden. |