| Primitiv anmutendes
Pferd. Mittelgroßer, recht hübscher Kopf, gerade oder leicht konkav, mit
kräftigen Kiefern und intelligentem Gesicht. Kurzer, kräftiger Hals, der
einer recht gut gelagerten Schulter entspringt. Flacher Rist, gerader,
langer Rücken, leicht abfallende, kurze Kruppe, hoher Schweifansatz. Rumpf
eher schmal, aber tief find mit ausladender Hinterrippe. Feine, aber sehr
widerstandsfähige Gliedmaßen mit harten, mittelgroßen Hufen und etwas
Behang. Leichtfüßiger Bewegungsablauf, große Trittsicherheit und Ausdauer.
Meist Graufalben, auch Torfbraune oder Falben, stets mit dunklem Langhaar
und dunklen Extremitäten. Typisch sind Aalstrich. Zebrierung und
aufhellendes Winterfell.
Der wilde Tarpan war ursprünglich das einheimische Pferd Polens und
Russlands. Manche behaupten, er sei eines der wenigen echten Wildpferde.
Heute gibt es aber Beweise dafür, dass er aus einer Kreuzung zwischen dem
südlichen Pferdetyp Westasiens (dem Prototyp des Arabers) und dem nördlichen
Typ Nordosteuropas (inklusive dem Mongolischen Wildpferd, dem der Tarpan
sehr ähnelt) stammt. Diese Kreuzung vollzog sich schon während der Eiszeit.
Gefangene und gezähmte Pferde wurden bei den Bauern für alle Arten von
Arbeit eingesetzt. Da das Tarpanfleisch aber andererseits auch als
Delikatesse galt, war das Pferd gegen Ende des 18. Jahrhunderts durch
übermäßige Jagd fast ausgerottet worden. Der letzte Bericht von der Erlegung
eines Tarpans stammt aus dem Jahr 1879. Mit Hilfe gezähmter Tarpan Ponys und
anderer Pferde, die man Ende des 19. Jahrhunderts in Wildreservaten hielt,
wurde die Rasse inzwischen wieder belebt. Durch selektive Züchtung konnten
viele der ursprünglichen Merkmale wilder Tarpans wieder herausgearbeitet
werden.
Heute gibt es in einem staatlichen Reservat im Popielno Wald (in Polen) eine
Herde wildlebender Tarpans, die unter deren Reservat im Popielno Wald (in Polen) eine
Herde wildlebender Tarpans, die unter der Beobachtung von Wissenschaftlern,
vor allem Biologen, steht.Viele europäische Ponyrassen stammen direkt vom
Tarpan ab, Beispiele dafür sind der Gotländer, Norwegens einzige heimische
Rasse, der polnische Huzul und der russische Karabar. |