| Hochedles Pferd von
orientalischem Typ, etwas größer und kräftiger als der Vollblut-Araber.
Trockener, gerader oder leicht konkaver Kopf mit großen Augen und Nüstern,
kleinen Sichelohren und kräftigen Gamaschen. Gut geschwungener Hals, etwas
kurze, steile Schulter, ausgeprägter Rist. Stabiler, kurzer Rücken, etwas
kurze, nur leicht abfallende Kruppe, hoher Schweifansatz. Trockenes
Fundament, harte Hufe. Leichte Bewegungen, große Ausdauer und Härte,
genügend Gangvermögen auch für den Sport.
Der Shagya wurde etwa
ab 1830 in dem ungarischen Babolna - Gestüt (heute in der Ukraine)
entwickelt. Man importierte eine Reihe von Araberhengsten und -stuten aus
der Wüste, die man dann mit der einheimischen Babolna - Rasse kreuzte. Einer
dieser Hengste, ein Schimmel mit Namen Shagya, war ein Pferd von großer
Zeugungskraft; er Schimmel mit Namen Shagya, war ein Pferd von großer
Zeugungskraft; er wurde der Vater der neuen Rasse. Durch sorgfältige
selektive Züchtung ist eine besondere Araberrasse entstanden, die robuster
als der reinrassige Araber ist.
Der Shagya-Araber wurde als gutes Kavallerie- und als leichtes Packpferd
bekannt, man setzte ihn aber auch für leichte Zugarbeit und allgemein als
Reitpferd ein. In Zentral- und Osteuropa war er bald sehr begehrt, und er
wird hier, ebenso wie in Deutschland und den USA, auch heute noch gezüchtet.
Der Shagya-Araber eignet sich sehr gut als Reitpferd und für Wettbewerbe. Er
ist zäh und athletisch, dazu sehr genügsam. |