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Kleines, drahtiges Pony mit unverkennbarem orientalischen Einfluss.
Ausdrucksvoller Kopf, mittellanger, gut aufgesetzter Hals, schräge Schulter,
tiefer Rumpf mit gefälliger Oberlinie. Trockenes, festes Fundament mit
harten Hufen. Vor allem Rappen, Dunkelbraune, Braune.
Diese Ponys leben in den Bergen Sardiniens und gelten als Nachkommen der
hier seit Jahrhunderten lebenden Pferde. Es sind keine Wildpferde, sondern
verwilderte Pferde. Sie kamen einst mit numidischen und karthagischen
Eroberern auf die Insel, denen Spanier für 400 Jahre folgten. Jeder brachte
seine Pferde mit. Ihr Lebensraum ist die Giara, ein etwa 50 kmchte
seine Pferde mit. Ihr Lebensraum ist die Giara, ein etwa 50 km/2 großes
Gebiet, dessen freie Flächen mit Felsbrocken und Geröll übersät sind. In den
Mulden der Hochebene bilden sich in der Regenzeit auf dem undurchlässigen
Basaltuntergrund große, flache Seen, deren Sumpf- und Wasserpflanzen
Nahrungs-- und Lebensquell für die hier lebende Tierwelt sind. Die ca. 600
Ponys leben in kleinen Familienverbänden und ernähren sich hauptsächlich von
diesen Sumpf und Wasserpflanzen, die sie sogar unter Wasser abweiden, wozu
sie bis zu 15 Sekunden mit den Nüstern unter Wasser bleiben können. Einmal
jährlich werden die Pferde durch ihre Besitzer eingefangen. Früher wurden
die Fohlen dann gebrannt, heute werden sie tierärztlich versorgt und
Überzählige an die Regionalverwaltung verkauft. |