| Hochedles,
im orientalischen Typ stehendes Kleinpferd mittleren Kalibers, mit
herrlichem Kopf, klaren, stahlharten Beinen und einem gefälligen
Mittelstück. Als rassetypische Mängel gelten die steile Schulter, eine
Neigung zum Hirschhals und zur Kuhhessigkeit. Alle Farben, besonders
attraktiv sind die Plattenschecken. Eine planmäßige Zuchterfolgte auf der
Halbinsel Kathiawar und der benachbarten Hochebene von Marwar. Seit langem
wurden im wilden Bergland des Saurashta edle Kleinpferde gezogen, deren
Besonderheit die sichelförmige Form der Ohren ist. Maharadschas und
englische Militärs schätzten die schnellen Ponys für Kavallerie, Polospiel
und Sauhatz. Einzig die berittene Polizei Indiens hält heuteospiel
und Sauhatz. Einzig die berittene Polizei Indiens hält heute noch an den
Traditionen der anglo-indischen Kavallerie fest, besonders die Garnison von
Rajkot, wo eine planmäßige Zucht betrieben wird und die Pferde noch in
traditioneller Weise verwendet werden. Zählte man um 1934 noch etwa 200
Deckhengste der Rasse, so sind es heute etwa ein halbes Dutzend. Durch
planlose Einkreuzung von Arabern verlor die Rasse an Typ; es ist eine Frage
der Zeit, bis sie endgültig verschwunden ist. |