| Mittelgroßes, sehr
kräftiges Warmblutpferd. Großer, gerader oder leicht konvexer Kopf mit
langen Ohren und gutmütigem Ausdruck. Hals oft schwer und relativ kurz,
gerade und muskulös. Kräftige, lange Schulter, manchmal etwas steil,
niederer Rist. Breiter, tragfähiger Rücken mit Tendenz zur Länge. Tiefe,
breite Brust, ausladende Rippenwölbung. Exzellenter Futterverwerter.
Abfallende Kruppe von guter Breite und Länge, tiefer Schweifansatz. Massives
Fundament, derbe Gelenke, etwas Behang, relativ große, flache Hufe. Gänge
fleißig und überraschend leicht, mit viel Aktion, hervorragendes
Springvermögen. Häufig Schimmel, Füchse und Braune.
Das Irish Draught
entwickelte sich im 18. Jahrhundert durch die Kreuzung von Vollbluthengsten
mit einheimischen irischen Stuten. Seine frühere Geschichte ist unbekannt.
Durch diese Kreuzung entstand ein sehr feines, kräftiges und vielseitiges
Pferd, das stark genug als Wagenpferd und für schwere landwirtschaftliche
Arbeit war.
Außerdem galt es als sehr aktives Pferd mit kräftiger Hinterhand und war
ausgezeichnet für das Reiten und jagen geeignet. Die Blütezeit des Irish
Draught dauerte bis zur Rezession der Landwirtschaft im Jahr 1879. Danach
ging der Bestand dramatisch zurück, bis die irische Regierung 1907 eingriff
und diese Rasse schützte. Versuche zeigten, dass aus den Kreuzungen mit
Vollblütern ausgezeichnete Jagd- und Wettkampfpferde entstanden, die sich
weltweiter Beliebtheit erfreuten.
Heute hat die Zahl der reinrassigen Pferde in beklagenswertem Maße
abgenommen, und die irische Regierung hat wieder zum Schutz der Rasse
interveniert. Es gibt auch eine sehr rührige Irish Draught Horse Society,
die sich um den Erhalt dieser Rasse bemüht. |