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Mittelgroßes, ursprüngliches Pony, das in jüngerer Zeit oft arabisiert
wurde. Nicht besonders kräftig gebaut, aber sehr zäh und ausdauernd, ist der
Garrano ein typischer Vertreter des Typ l. Gerader oder leicht konkaver Kopf
mit breiter Stirn, wachen Augen und kleinen Ohren. Der Hals ist gerade,
kräftig und ausreichend lang. Er entspringt einer relativ guten Schulter.
geht in einen flachen Widerrist über und trägt eine dichte, lange Mähne. Der
Rücken ist etwas lang und eingesattelt, der Rumpf breit und tonig. Die
Kruppe ist abfallend und kräftig, mit tiefer Schweifwurzel. Farbe:
Braune oder Rappen,
Diese uralte Rasse hat denselben Ursprung wie das Exmoor und andere
Vorfahren unserer Ponys. Man sagt den Garranos auch nach, von keltischen
Ponys abzustammen, was ersterer Theorie nicht widerspricht. Jedenfalls geben
Höhlenbilder aus dem Paläolithikum Zeugnis davon ab, dass eine identische
Pferderasse auf der IberiscZeugnis davon ab, dass eine identische
Pferderasse auf der Iberischen Halbinsel schon seit dieser Zeit heimisch
ist. Dr. Ruy d'Andrade, der große portugiesische Hippologe, stellte anhand
umfangreicher Forschungen fest, dass sich alle europäischen, und so auch die
iberischen Ponys, aus einer Stammform entwickelten, die aus Nordeuropa
einwanderte. Die Garranos waren eine der Wurzeln für den Andalusier und
vermischten sich entlang der Grenzen ihres Habitats auch mit den Sorraias.
Sie wurden von keltischen Händlern bis nach Irland und England gebracht. Man
nimmt an, dass sie bereits sehr früh auch den Weg nach Amerika fanden und
dort Einfluss auf die neu entstehenden Rassen nahmen. Heute werden sie in
relativ kleiner Population im Norden Portugals gezüchtet und werden in der
Landwirtschaft, als Packtiere und bei ländlichen Trabrennen eingesetzt. |