| Ursprünglich stark
spanisch und neapolitanisch beeinflusste barocke Pferde von großer Eleganz,
heute mittelschwere Warmblüter. Der Kopf ist leicht geramst, mit noblem
Ausdruck, er wird von einem hoch aufgesetzten, manchmal etwas kurzen Hals
getragen. Die häufig kurze, steile Schulter geht in einen flachen Widerrist
über, das Mittelstück ist bei genügender Länge tief. Die Kruppe ist kurz und
gerade, die Brust breit. Die Gliedmaßen sind bei ausreichender Stärke
korrekt und weisen nur kleine Kötenzöpfe auf. Die Aktion ist höher und
runder als bei modernen Sportpferden. Fast nur Füchse mit Abzeichen und
hellem Langhaar.
Der Frederiksborger
vertritt die älteste und für lange Zeit auch die wichtigste dänische
Pferderasse. Sie entstand im königlichen Gestüt von Frederiksborg, das 1562
von König Frederik 11. gegründet wurde, und führt auch dessen Namen. Basis
dieser Rasse sind Andalusier und Neapolitaner. Die neue Rasse, die jetzt
entstand, zählte zum Besten, was in der Hohen Schule der Reitkunst an den
europäischen Fürstenhöfen zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert geboten
wurde. Außerdem eignete sie sich gut als Wagenpferd.
Das Gestüt versorgte alle europäischen Höfe mit Frederiksborgern, es war
aber auch für die Verbesserung anderer Rassen bekannt - dazu gehörten sogar
die Lipizzaner. Die Nachfrage nach diesen Pferden war damals so groß, dass
ihre Qualität zu Beginn des 19. Jahrhunderts nachzulassen begann. 1839 war
die Zahl der Frederiksborger auf dem Gestüt so zurückgegangen, dass es
geschlossen wurde. Durch besonderen Schutz der restlichen sowie der
importierten Pferde verhinderte man das Aussterben der Rasse.
Reinrassige Frederiksborger sind sehr starke Tiere, die sich gut als
Wagenpferde und für leichte Zugarbeit eignen. Es gibt Versuche, leichtere
Pferde zu züchten, um auf diese Weise noch geeignetere Reitpferde zu
erhalten. |