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Exterieurbeschreibung:
Das Belgische Sportpferd besitzt häufig einen ausgesprochen großen Kopf, mit
einem konvexen Profil, kleinen Augen und langen Ohren. Der Hals hat nur eine
mittlere Länge. Die lange Schulter ist günstig gelagert und wohl bemuskelt. Der
ausgeprägte Widerrist reicht weit in den Rücken hinein. Der Rücken selbst und
die Nierenpartie sind stark, die breite Kruppe muskulös und stark abschüssig,
mit einem tiefen Schweifansatz. Das Fundament ist auffallend stark und nicht
besonders trocken, mit nicht selten etwas flachen Hufen. Es kommen alle
Grundfarben vor, doch bilden Braune die Mehrheit. Für die Widerristhöhe der
Hengste ist kein Minimum festgelegt. Jedoch werden zu kleine Hengste nicht
gekört. Stuten müssen für die Registrierung mindestens ein Stockmaß von 158 cm
aufweisen.
Herkunft:
Die Belgische Sportpferde-Zucht ist über ganz Belgien verteilt, jedoch liegt ihr
Schwerpunkt in der Wallonie. Der Verband hat kaum Rückhalt in der bäuerlichen
Bevölkerung. Die meisten Züchter betreiben die Zucht als Hobby.
Leistung:
Der Schritt ist raumgreifend und energisch, während der Trab wenig Ausdruck
besitzt. Dagegen ist der Galopp recht leichtfüßig und die Springanlagen sind
überdurchschnittlich.
Zuchtgeschichte:
Neben dem Belgischen Warmblut hat Belgien noch einen weiteren
Reitpferde-Zuchtverband, die Société Royale Le Cheval de Sport Belge (Königliche
Vereinigung für das Sportpferd), 1920 als Le Cheval d`Armes (Das Armee-Pferd)
gegründet durch eine Anzahl wallonischer Offiziere – mit dem Zuchtziel eines
edlen Kavallerie-Pferdes.
Das Stammbuch Société Royale Le Cheval de Sport Belge (sBs, seit 1967) hat
seinen Sitz im Rhode-St.-Genese. Es gibt ein zweisprachiges Mitteilungsblatt
unter dem Titel Nouvelles bréves/Korte berichten heraus, das alle zwei Monate
erscheint.
Mit etwas über 1.400 Mitgliedern war der Verein 1992 kleiner als 1978, als er
noch 1.961 Mitglieder hatte. Die Rezession in der Wallonischen Industrie hat bei
diesem Rückschlag eine wesentliche Rolle gespielt und einen schweren Einbruch in
der städtischen Zucht verursacht. Jedoch durch den liberalen Charakter der
Züchtervereinigung und die europäische Freihandelszone hat das Belgische
Sportpferd seit Beginn der 90er Jahre für Züchter (vor allem Hengstaufzüchter)
aus Belgien, den Niederlanden und dem deutschen Grenzgebiet eine steigende
Anziehungskraft entwickelt. Die Warmblutzucht wird immer weniger eine bäuerliche
Angelegenheit, wie sie es bis in die 70er Jahre war. Allerdings hat sich mit dem
Zangersheider Warmblut ein ernsthafter Konkurrent um die Gunst der Züchter
etabliert. Der Zucht stehen 41 Selle Francais-Hengste, 5 Anglo-Arr Züchter
etabliert. Der Zucht stehen 41 Selle Francais-Hengste, 5 Anglo-Araber-Hengste,
15 Holländische Warmblut-Hengste, 8 Vollblut-Hengste und 11 Hengste aus
Deutschland zur Verfügung.
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