| Der Bretone wird heute
in zwei Schlägen gezüchtet. Beiden ist große Kraft und Robustheit eigen, die
Bewegungen sind leicht und energisch. Der Kopf ist gerade und eher klein,
der Hals kurz, dabei wohlgeformt und gut aufgesetzt. Die Schulter erreicht
bei guter Schräge mittlere Länge, der Rumpf ist breit und rund. Die kräftige
Kruppe ist leicht abfallend, der Schweif wird meist kupiert. Die Beine sind
kurz, klar und stämmig, ohne Kötenbehang. Die Hufe wünscht man sich hart und
klein.
Bei den Bretonen gibt
es zwei Arten: den Draft Bretonen und den Postier Bretonen. Beide stammen
aus der Bretagne im Nordwesten Frankreichs.
Der Draft Bretone stammt vom Roussin ab, einem Pferd, das im Mittelalter in
der Bretagne lebte. Der Roussin war als Reitpferd für seine bequeme vierte
Gangart, den »Amble« (eine Art geruhsamer Paßgang) bekannt. Als man für die
Arbeit in der Landwirtschaft ein schwereres Pferd brauchte, wurde der
Roussin mit dem Percheron gekreuzt sowie mit dem Ardennenpferd (einer sehr
alten, sanften und besonders zähen Zugpferdrasse aus den Ardennen, einem
Gebiet zwischen Belgien und Frankregpferdrasse aus den Ardennen, einem
Gebiet zwischen Belgien und Frankreich) und dem Boulonnais (einem sehr
aktiven und lebhaften Zugpferd aus Nordfrankreich). Als Ergebnis erhielt man
das Bretonische Zugpferd.
Im 19. Jahrhundert wurde der Bretone mit dem Norfolk Traber und dem Hackney
gekreuzt. Daraus entstand der Postier Bretone, ein leichtes und elegantes
Pferd mit ansprechender Aktion, das als Kutsch- und als leichteres Zugpferd
eingesetzt wurde. In der Bretagne wird der Bretone auch heute noch in der
Landwirtschaft eingesetzt, im Midi in den Weinbergen. Darüber hinaus ist er
in einigen Ländern der Dritten Welt zu finden. |