| Ein mittelgroßes, aktives Pony von
südländischem Gepräge. Mittelgroßer, leicht geramster Kopf mit kleinen Ohren
und freundlichem Ausdruck. Hals kräftig, von mittlerer Länge, dabei gut
geschwungen. Schulter und Widerrist oft etwas mangelhaft, nicht sehr breiter
und tiefer Rumpf, abgeschlagene Kruppe. Zartes, jedoch sehr
widerstandsfähiges Fundament mit harten Hufen, manchmal leichte
Stellungsfehler, kein Behang. Die Mähne soll auch ohne menschliches Zutun
aufrecht stehen, was aber meist durch Scheren oder Stutzen noch betont wird.
Farbe meist Braun in allen Schattierungen.
Über die Herkunft der
Rasse ist wenig bekannt. Summerhays weist auf eine vermeintliche Ähnlichkeit
mit frühen griechischen Abbildungen hin. Er schreibt den Balearen-Ponys
dieselben Merk die Pferdedarstellungen auf Vasen, und Friesen des alten
Hellas au Auch Nissen weist auf eine größere Ähnlichkeit mit griechischen
denn spanischen oder berberischen Pferden hin und bezeichnet die Rasse als
das autochthone Mallorca Pony. Die Rasse soll seit undenklichen Zeiten rein
gezogen, seit dem 17. Jh. aber etwas mit Pferden vom Festland vermischt
worden sein. Diese Kreuzungen hinterließen jedoch nur wenige Spuren, so dass
man noch heute von einem sehr ursprünglichen Typ sprechen kann. Die Ponys
waren von jeher als unentbehrliche Helfer der Bauern in den Wein- und
Olivengärten sowie als Trag- und Zugtiere zum Lastentransport geschätzt.
Eine weitere Verwendung fanden sie in der Maultierzucht, jedoch ist der
Bestand seit der zunehmenden Mechanisierung stark zurückgegangen. Mit dem
steigenden Tourismus scheint sich ein neues Aufgabengebiet anzubieten, das
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steigenden Tourismus scheint sich ein neues Aufgabengebiet anzubieten, das
im Trekking und in Kutschfahrten liegt. |