| Zur Gruppe der
Westernpferde gehörendes, kräftiges Pferd. Trockener, breiter Kopf mit
kleinen Ohren. Massiver, gut geformter Hals mittlerer Länge, der einer
schrägen Schulter entspringt. Wenig Rist, breiter, kurzer und kräftiger
Rücken, gute Tiefe und Breite. Abgeschlagene, sehr muskulöse Kruppe, gute
Hosen und klare Gelenke. Das manchmal etwas leichte Fundament ist trocken,
korrekt und stabil. Oft steile Fesseln, harte, kleine Hufe mit hellen
Streifen. Fast ausschließlich Tigerschecken.
Frühe Höhlenmalereien
wie die in Lascaux legen nahe, dass gefleckte Pferde schon in
prähistorischer Zeit gelebt haben. Man weiß, dass es solche Pferde im alten
Persien und in China gegeben hat, auch in ägyptischen Wandmalereien sind sie
zu finden.
Gefleckte Pferde, die wahrscheinlich von den persischen Tieren abstammten,
wurden in Spanien schon seit etwa 100 n. Chr. gezüchtet und zu einem
besonders guten Reitpferd weiterentwickelt.
Im 16. Jahrhundert nahmen die spanischen Eroberer unter anderen auch diese
Pferde mit nach Mexiko. Entlaufene Tiere haben sich von dort aus über ganz
Nordamerika verteilt.
Die Nez-Perces-Indianer im nordwestlichen Amerika (das heutige Washington,
Oregon und Idaho) waren besonders erfahrene Pferdezüchter, die mit den
entlaufenen Tieren Pferde von besonderer Schnelligkeit, Kraft und Wendigkeit
züchteten. Die Indianer lebten in der Nähe des Palouse River und die
Pferderasse wurde bald unter dem Namen »A Palouse« und später als »Appaloosa«
bekannt. 1877 wurde der Indianerstamm von der Armee fast gänzlich
ausgerottet. Ihre Pferde wurden aber eingefangen. Durch sorgfältige
Weiterzüchtungen entstand ein geflecktes Pferd, das 1938 als eigenständige
Rasse anerkannt wurde. Man findet es zwar hauptsächlich in den westlichen
Landesteilen, es gehört heute aber zu den sechs beliebtesten Rassen
Nordamerikas.
Bei den Appaloosa gibt es sechs Hauptfellmuster, aber keine zwei Pferde
gleichen einander. Leopardbunt besteht aus einem durchgehend weißen
Untergrund mit dunklen Flecken. Bei Schneeflocken-bunten Pferden sind es
weiße Flecken auf einheitlich dunklem Grund. Decken-bunte Tiere haben einen
fast völlig dunklen Körper mit dunklen Flecken auf weißem Rücken und/oder
Hinterhand.
Ein hauptsächlich heller Körper mit dunklem Rücken und/oder Hinterhand wird
Weiße Decke genannt. Marmor-bunt beginnt mit einem dunklen Fell bei der
Geburt, das im Laufe des Erwachsenwerdens außer einigen dunklen Markierungen
an Beinen und im Gesicht fast bis zur Farbe Weiß verblasst.
Frosted Tip beschreibt einen dunklen Untergrund mit hellen oder weißen
Flecken auf Lenden und Flanken. Innerhalb der Muster gibt es noch zahlreiche
Variationen.
Der Appalouf Lenden und Flanken. Innerhalb der Muster gibt es noch zahlreiche
Variationen.
Der Appaloosa hat eine sehr leichte Bewegung; er ist von Natur aus fügsam.
Als Reitpferd ist er deshalb sehr beliebt, ebenso für Fährtenjagd,
Gespannfahren und für Farmarbeit. Er wird auf der ganzen Welt wegen seiner
auffälligen Musterung bewundert und gern bei Shows und im Zirkus eingesetzt. |