| Charakter: |
Vielseitig verwendbar, energisch, guter Schritt und Trab;
gutmütig, ruhiges Temperament, harte Konstitution |
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Gefälliger Kaltblüter im mittleren Rahmen. Kopf mit markantem Gesicht,
geradem Profil und großem Auge; kräftiger, gut aufgesetzter Hals. Gut
bemuskelter Körper, gute Brust- und Flankentiefe, schräge Schulter, lange
Kruppe. Trockenes, korrektes Fundament mit harten Hufen. Braune, Füchse,
Rapp-, Braun- und Fuchsschimmel.
Die Anfänge der Zucht gehen in das 19. Jh. zurück. Über Shire Horse,
Belgier, Percherons und Kreuzungsverfahren führte der Weg zur Zucht auf
belgischer Grundlage und machte die Provinz Sachsen zu einem der drei großen
Kaltblutzuchtgebiete. Bedeutenden Anteil an der Entwicklung hatten das 1891
gegründete Landgestüt Kreuz, Halle (Saale) und dessen verdienstvoll
gegründete Landgestüt Kreuz, Halle (Saale) und dessen verdienstvolle
Landstallmeister. Entscheidend zum Aufstieg der provinzialsächsischen
Kaltblutzucht beigetragen haben Züchter wie Werner Thiele, Ringfurth a.
Elbe, der die Zucht auf belgischer Grundlage vertrat und die
Hengsthaltergenossenschaft Mahlwinkel gründete. Bedeutende Blutlinien sind
die Jupiter-. Gerfaut II-, JeanI-, Brin d'Or de ThiributLinie. Bedeutende
Hengste sind Albion Il d'Haubrouge 1100, Gaulois du Monaceau 888 und andere.
Es ist das große Verdienst wahrhafter Pferdeleute, dass in den Wirren nach
1945 das Kulturgut Kaltblutpferd in Sachsen-Anhalt erhalten wurde. Heute
wird mit einer Restpopulation von 120 Stuten und 20 Hengsten ein
mittelschwerer Kaltblüter gezüchtet. Zuchtziel ist, durch gesteuerte
Inzucht, Zuchttieraustausch und Import belgischer Hengste den
charakteristischen leistungsfähigen Phänotyp zu erhalten. |