|









| | Wohl kein anderes Tier aus dem Umfeld des
Menschen war diesem über Jahrtausende hinweg so nützlich, ja unentbehrlich, wie
das Pferd. Nachdem der Mensch es nicht mehr als Jagd- und Beutetier ansah,
sondern es als Fortbewegungsmittel und Lastenträger entdeckt hatte, war seine
weltweite Verbreitung nicht mehr aufzuhalten. Riesige Reiterheere entstanden,
und je schneller und wendiger sie waren, desto Erfolg versprechender war ihr
Einsatz. Deshalb wurden auch in Friedenszeiten Pferde und Reiter weiter
trainiert, um sie im Falle eines Krieges sofort einsatzbereit zu haben. Das
erste Handbuch über die Reitkunst mit Grundsätzen, Vorschriften und Regeln
betreffend die Ausbildung sowie die Behandlung von Pferden hat uns der
griechische Reitergeneral Xenophon überliefert. Alle seine Anweisungen zielten
darauf ab, Pferd und Reiter für den Kriegsdienst optimal vorzubereiten und
auszubilden. Besonderen Wert legte er dabei auf einen möglichst unabhängigen
Sitz des Reiters, damit dieser Speer und Schwert besser handhaben könne. Für die
Pferde waren sowohl Wendigkeit als auch, Schnelligkeit und Stärke wichtig,
außerdem sollten das Springen über Gräben und das Bergauf- und Bergabreiten
geübt werden; denn eine gute Ausbildung entschied im Falle eines Krieges häufig
über Sieg oder Niederlage. Im gleichen Maße wie in den nachfolgenden
Jahrhunderten das Pferd durch immer schwerer werdende Rüstungen für Ross und
Reiter belastet wurde, nahm die Reitkunst ab. Dafür wurde vorrangig Wert auf
größtmögliche Stoßkraft gelegt. Erst im ausgehenden Mittelalter, mit dem
Aufleben der schönen Künste in Italien, nahm auch die Reitkunst einen neuen
Aufschwung. Bedeutende Persönlichkeiten der Reitkunst wie Federigo, Grisone und
Antoine de la Baume Pluvinel gründeten hauptsächlich in Italien und Frankreich
Reitakademien. Dorthin strömte der Adel, um sich auf kunstvoll abgerichteten
Hengsten ausbilden zu lassen. Es folgte noch eine ganze Reihe großer
Reitkünstler, die ihre Ansichten über die Dressur von Pferden in umfangreichen
Werken darlegten. In Deutschland gewann die Dressurreiterei erst im frühen 20.
Jahrhundert an Bedeutung.
Dressurreiten
Dressur
ist der planmäßige Weg, das Pferd durch systematische Gymnastisierung mit dem
zusätzlichen Gewicht des Reiters auszubalancieren, ins Gleichgewicht zu bringen
und die volle Entfaltung seines Leistungsvermögens zu erzielen. Dies geschieht,
indem die Muskulatur - besonders die der Hinterhand - verstärkt, das Pferd mit
den Hilfen des Reiters vertraut gemacht wird und seine natürlichen
Bewegungsabläufe verbessert werden. Um den jeweiligen Stand der Ausbildung eines
Pferdes beurteilen zu können, gibt es Dressurprüfungen, die in verschiedene
Klassen mit sich steigernden Anforderungen eingeteilt sind.
Das
Dressurpferd
Es sollte
an äußerlich sichtbaren Merkmalen ein harmonisches Gebäude und einen
raumgreifenden, schwungvollen und taktreinen Bewegungsablauf aufweisen. Die
notwendigen inneren Eigenschaften sind: absolute Einsatzbereitschaft,
Leistungswille und Zuverlässigkeit, Gehfreude, Gehorsam, Feinfühligkeit und eine
gute Gesundheit sowie ein ausgeglichenes Temperament und ein einwandfreier
Charakter.
nach oben
Springreiten
Schon
Xenophon empfahl rund ein halbes Jahrhundert v. Chr., nicht nur ständig zu
gymnastisieren, sondern auch über Hindernisse zu springen, um die
Leistungsfähigkeit der Pferde zu steigern. Aus dem jagdmäßigen Reiten und
Springen entstand erst im ausgehenden 19. Jahrhundert reine Hoch- oder
Weiterspringkonkurrenz. Im Jahre 1912 wurde der Springsport als Disziplin in die
Olympischen Spiele aufgenommen
Das
Springpferd
Ob ein
Pferd die Voraussetzungen dazu mitbringt, ein guter Springer werden zu können,
zeigen folgende Merkmale: bei den Springanlagen: Springmanier, Geschicklichkeit
und Beinempfindlichkeit beim Gebäude: harmonisches Fundament, günstige Winkelung
der Hinterhand sowie kräftige, breite Gelenke und klare, straffe, trockene
Sehnen bei den Grundgangarten: fleißige, elastische, kraftvolle raumgreifende
Bewegungen in Schritt, Trab und Galopp bei den inneren Eigenschaften:
Leistungsbereitschaft, Kampfgeist, Springfreudigkeit, Intelligenz und ein
einwandfreier Charakter bei ausgeglichenem Temperament.
nach oben
Vielseitigkeit
Die Vielseitigkeitsreiterei geht zurück auf die Vorbereitung
auf Kriege, wie sie schon von Xenophon gefordert wurde. Nicht nur
Geschicklichkeit und Wendigkeit, sondern auch Geländereiten über Hindernisse und
Ausdauertraining standen auf dem Programm. Im Jahre 1912 wurde eine erste
Olympiaprüfung für Military, wie es damals hieß, eingeführt, denn es durften nur
aktive Offiziere daran teilnehmen.
Die Prüfung bestand aus fünf Teilprüfungen, die sich über
fünf Tage erstreckten:
-
Tag:
eine Wegstrecke von 55 km
-
Tag: die
Querfeldein-Hindernisstrecke
-
Tag: ein
Rennbahngalopp über 3500 m mit zehn kleinen Sprüngen
-
Tag:
Springwettbewerb im Parcours mit schwierigeren Sprüngen als heute
-
Tag:
Dressur
Heute besteht die Große Vielseitigkeitsprüfung aus drei
Teilen, die auf drei Tage verteilt werden:
-
Tag:
Dressurprüfung
-
Tag:
eine Wegstrecke, der Rennbahngalopp, eine zweite Wegstrecke und der große
Querfeldeinritt mit Hindernissen
-
Tag: das
Jagdspringen im Parcours
Das Vielseitigkeitspferd
Das Vielseitigkeitspferd wird von keinem anderen Pferd an
Mut, Härte und Ausdauer übertroffen. In keiner anderen reiterlichen Prüfung wird
von einem Pferd und von seinem Reiter so viel Leistungsbereitschaft, Kampfgeist,
unbedingtes gegenseitiges Vertrauen, Kraft und Ausdauer verlangt. Eine
ausdauernde Galoppade, geschmeidiges, katzenhaft geschicktes Anpassen an jede
Situation und eiserne Nerven, das sind Eigenschaften, die ein gutes
Vielseitigkeitspferd auszeichnen. Am ehesten kann diese Voraussetzungen noch ein
hoch im Blut stehendes, kräftiges Halbblutpferd erfüllen, weil reine Vollblüter
meist zu nervös sind, Warmblüter dagegen zwar über das ausgeglichener
Temperament, dafür aber meist über keine ausdauernde und ausgreifende Galoppade
verfügen. Entscheidend sind stets die inneren Eigenschaften, die sich aber erst
im Laufe der Ausbildung zeigen.
nach oben
Jagdreiten
Die Jagd zu Pferde begann, als der Mensch entdeckte, dass
ersieh dem zujagenden Wild ebenbürtig machte, wenn er selbst auf einem schnellen
Tier saß. Bald war das Jagen zu Pferde in aller Welt eine beliebte Beschäftigung
der Könige, Adligen, Ritter und Reichen. Gejagt wurde fast jede Art von Wild mit
verschiedenen Hilfsmitteln. Eine sehr alte Form des Jagens, die hauptsächlich
von der Hocharistokratie ausgeübt wurde, ist die Beizjagd, bei der Federwild mit
Hilfe eines abgerichteten Greifvogels, meist eines Falken, gejagt wurde. Auch
die fränkischen Kreuzritter liebten die Jagd. Sie pflegten im 12. Jahrhundert in
Syrien mit Begeisterung Löwen, Leoparden und Wildschweine vom Pferde aus zu
jagen. Im England des 18. und 19. Jahrhunderts war die Fuchsjagd mit Hilfe einer
Hundemeute (Foxhounds oder Beagles) sehr beliebt und für jedermann zugänglich,
der seinen Jagdbeitrag bezahlen konnte; ordentliche Manieren hatte und ein Pferd
besaß.
Das Jagdpferd
Um erfolgreich an einer Jagd teilnehmen zu können, braucht
der Reiter in erster Linie ein sicheres Springpferd. Schönheit und Rasse sind
unwichtig, solange das Tier seinen Reiter sicher und ausdauernd über alle
Hindernisse trägt. Wünschenswert ist ein geh- und springfreudiges Pferd mit
ausgeglichenem Temperament und guten Nerven. Es soll nicht heftig, sondern
jederzeit regulierbar und an jeder Stelle des Jagdfeldes zu reiten sein.
nach oben
Freizeit- und Wanderreiten
Eine
ständig wachsende Zahl von Reitern findet ihr größtes Vergnügen darin, zu Pferd
durch Wald und Flur zu streifen, um das Erlebnis der Freiheit zu genießen.
Freiheit nicht nur für den Reiter sondern auch für das Pferd, das möglichst
zwanglos und häufig am langen Zügel geritten wird. Wanderreiter, die tage- oder
wochenlang mit ihren Pferden unterwegs sind, führen dabei ihre gesamte
Ausrüstung in Satteltaschen mit sich. Eine Wanderkarte und ein Kompass sollten
nicht fehlen.
Das Freizeit- und Wanderreitpferd
Neben dem
Vielseitigkeitspferd zählt das Wander- und Freizeitpferd zu den am
vielseitigsten beanspruchten Pferden. Gute Kondition, starke Nerven,
Scheufreiheit, Ruhe und Ausgeglichenheit bei viel Gehfreude und Mut, die dies
braucht, um längere Strecken in wechselnder Umgebung zurücklegen zu können,
sowie absolute Gesundheit und Vertrauen zum Reiter zeichnen ein gutes
Wanderreit- und Freizeitpferd aus.
Distanzreiten
Um die
Jahrhundertwende wurden eine Zeitlang Langstreckenritte von Kavallerieoffizieren
abgehalten, die damit Härte und Ausdauer ihrer Pferde testen wollten. Heute
erfreuen sich Langstreckenritte über verschiedene Distanzen (von 25-160 km)
immer größerer Beliebtheit.
Das Distanzpferd
Erst im
Alter von fünf Jahren wird ein Pferd zu Distanzritten zugelassen. Rasse, Größe
und Geschlecht spielen keine Rolle. Als besonders geeignet haben sich robust
gehaltene Ponys und Araberpferde, aber auch Mischungen mit anderen Rassen
herausgestellt. Klein, drahtig, dabei zäh und ausdauernd, wenig anfällig für
Lahmheiten und vor allen Dingen scheufrei, willig und eifrig sollte.
Fahren
Mit der Erfindung des Rades entwickelten sich das Fuhrwesen
und Streitwagenkultur, die über viele hundert Jahre eine enorm wirksame
Kriegswaffe darstellte. Allerdings war der Einsatz dieser Streitwagen auf
möglichst ebene Boden- und Landschaftsverhältnisse beschränkt. Im nördlichen
Europa schloss die Struktur der Landschaft in Form von Bergen, Wäldern und
Sümpfen den Einsatz von Streitwagen aus, bis die Römer auf ihrem Eroberungszug
auch diese Gegenden mit einem Netz von gepflasterten Straßen überzogen. Aber
auch der Bau von Straßen konnte den Untergang der Streitwagenkultur nicht
verhindern, sie wurde von berittenen Kriegern verdrängt, die um so vieles
beweglicher waren. Auch das Reise- und Verkehrswesen der römischen Antike war -
dank des guten Straßennetzes - hervorragend entwickelt und organisiert. Im
Mittelalter wurde der Fahrsport kaum gepflegt. Es galt als weichlich und
unmännlich zu fahren statt zu reiten. Wer nicht selbst ritt, ließ sich in einer
Pferdesänfte befördern, dem Vorläufer der späteren Kutsche. Der erste
Wagenkasten, an vier Stützen mit Ketten oder Seilen aufgehängt, kam aus Ungarn.
Die Aufhängung und die Stabilität dieser ersten Kutschen wurde ständig
verbessert, um den Reisenden von Stand lange Fahrten so bequem wie möglich zu
machen. Da die Kutschen leichter und beweglicher wurden, änderte sich auch der
bis dahin schwere Kutschpferdeschlag hin zu leichteren, eleganteren Schlägen.
Der Bau von Eisenbahnen verdrängte das Kutschenwesen über weiter Entfernungen
gänzlich, in Nahbereich blieb das Wagenpferd jedoch unentbehrlich. Jetzt hielt
sich nicht nur der Adel Kutschen für Stadt- und Landausflüge, sondern der
Mittelstand und das Gewerbe entdeckten die Möglichkeiten der Beförderung und des
Transportes. Aus diesem Großbedarf an Kutschpferden entwickelte sich eine
spezielle Wagenpferdezucht. Es entstanden hervorragende und auch spektakuläre
Kutschpferdezüchtungen, wie in England zum Beispiel das Yorkshire-Kutschpferd
oder der Hackney. Ebenso
entstanden für die verschiedenen Verwendungszwecke die unterschiedlichsten
Wagentypen. Erst das Automobil beendete das Kutschenwesen, so dass heute nur
noch vergleichsweise wenige Kutschpferde gezüchtet werden.
nach oben
Galopp- und Trabrennen
Pferderennen waren schon früh bei vielen Völkern eine außerordentlich beliebte
Wettkampfform, die gleichzeitig der Zuchtauslese diente, dass heißt, es wurde
nur mit Siegern oder Platzierten weitergezüchtet. Die Römer führten Pferderennen
auch im besetzten Britannien ein, wo sie sich bis heute großer Beliebtheit
erfreuen. Gleichzeitig mit den Pferderennen entwickelte sich das Wetten auf den
Sieger zur großen Leidenschaft der Briten. Es wurden spezielle, überschaubare
Rennbahnen gebaut, auf denen verschieden lange Strecken für Pferde
unterschiedlichen Alters und Geschlechts ausgeschrieben wurden. Da es sich
hierbei um Zuchtwahlrennen handelte, waren nur Hengste und Stuten, aber keine
Wallache zugelassen. Für die englische Vollblutzucht boten Galopprennen die
einzige Möglichkeit, Degenerationserscheinungen durch jahrhunderte lange, totale
Inzucht auszumerzen. Aufgrund der Härte dieser Rennen konnten nur die gesunden
und starken Pferde diese Rasse lebensfähig erhalten. Auch Rennen über
Hindernisse wurden auf diesen Rennbahnen abgehalten, die den Steeplechase
querfeldein von einem Kirchturm zum nächsten ablösten. Trabrennen sind dagegen
ein noch recht junger Sport, der mit der Entwicklung der Postkutsche einsetzte,
als man feststellte, dass ein gleichmäßiger, raumgreifender Trab die sicherste
und bequemste Art der Fortbewegung in einer Kutsche darstellte. Der russische
Graf Orlow begann als erster mit der speziellen Zucht von Trabern, die lange
Jahre als die schnellsten der Welt galten, bis sie von amerikanischen Trabern
geschlagen wurden, was zu neuen, schnelleren Züchtungen führte.
nach
oben
Voltigieren
Wie die
gesamte Reiterei kommt auch das Voltigieren ursprünglich aus dem militärischen
Bereich. Bei „turnerischer Gymnastik auf einem galoppierenden Pferd" wurden
die Reiter in kriegsfreien Zeiten geschmeidig gehalten. Heute ist das
Voltigieren zu einem sehr beliebten Freizeitsport für Kinder und Jugendliche
geworden. Um ihn zu erlernen, braucht man ein geeignetes Voltigierpferd, einen
Ausbilder und eine Gruppe, die verschiedene Figuren auf dem Pferd ausüben.
nach oben
Reiterspiele
Reiterspiele gibt es schon, seit der Mensch das Pferd für seine Zwecke nutzbar
gemacht hat. Sie stellten zu allen Zeiten Übungen dar, mittels derer die
Reiter einen guten, sicheren und unabhängigen Sitz erreichen konnten. Viele
dieser zum Teil sehr alten Reiterspiele sind bis heute erhalten geblieben.
Dazu gehört das Spiel der Könige, Polo, aber auch der Stierkampf zu Pferde in
verschiedenen Formen und die Turniere der Ritter im Mittelalter, aus denen
neue Spiele abgeleitet wurden, wie das Ringreiten oder Ringstechen, das
Quintanareiten und das Rolandreiten. In Asien gab es ebenfalls viele
Reiterspiele, die noch heute gepflegt werden. Auch Amerika pflegt die
Tradition seiner Reiterspiele auf den sehr beliebten Rodeos.
nach
oben
Westernreiten
Im 19. Jahrhundert erlebte die Viehzucht einen enormen Aufschwung. Hier war
die Welt der echten Cowboys, die auf den großen Rauchbetrieben unter den
widrigsten Umständen das Vieh zählten, brannten und umher trieben. Diese
relativ kleine Anzahl an Männern, die diese Arbeit verrichtete, brauchte
schnelle, wendige Pferde mit einem ruhigen und arbeitswilligen Charakter.
Darüber hinaus mussten die Cowboys die Pferde mit einer Hand steuern können,
sodass sie die andere für verschiedene Arbeiten benutzen konnten.
Amerikanische Viehzüchter mussten oft große Entfernungen zurücklegen. Auf
diese Weise entwickelte sich ein sicherer, bequemer Reitstil. Die
Arbeitsbedingungen und die Spiele, mit denen sich die Cowboys in ihrer knappen
Freizeit vergnügten, bildeten die Grundlage des heutigen Westernreitens.
Um es ganz klar zu sagen, Westernreiten hat nichts mit Rodeo zu tun. Rodeo ist
ausschließlich auf Effekt und Sensation ausgerichtet, wohingegen der
Westernreitstil auf Ruhe und Sicherheit basiert. Wichtig ist hierfür ein
geeignetes Pferd. Durch die strenge Zuchtauslese, die die Cowboys bei der Wahl
ihrer Pferde trafen, blieben drei Rassen übrig, die ihre Ansprüche erfüllen
konnten: das Quarter Horse, der Paint und der Appaloosa.
Heute wird das Westernreiten als eine Sparte des Reitsports fast täglich
beliebter und viele Reiter kaufen sich Westernpferde. Wer an einem Wettbewerb
oder an einer Show teilnehmen möchte, kann unter folgenden Pferden wählen:
-
Westernreitpferd
-
Freizeitpferd
-
Trailpferd
-
Paradepferd
Ein guter Westernreiter sitzt
auf eine natürliche und entspannte Weise im Sattel, und die Hilfen, die er
gibt, sind leicht. Das Westernpferd wird mit lockerem Zügel geritten. Nur wenn
das Pferd korrigiert werden muss, nimmt der Reiter eine leichte und elastische
Verbindung mit dem Pferdemaul auf.
nach oben
Polo
Polo entstand vor ungefähr 2000 Jahren in Persien
und wurde am Ende des 19. Jahrhunderts in England von Kavallerieoffizieren
eingeführt, die aus dem Nordwesten Indiens zurückgekehrt waren. Pferde, die
sich für diese Sportart eignen, müssen schnell laufen und schnell stoppen und
wenden können. Ein Poloteam besteht aus vier Spielern. Nummer eins und zwei
sind Stürmer, Nummer drei greift an und verteidigt und Nummer vier verteidigt
das Tor. Alle Spieler haben ein Handicap, von wenigstens zwei bis zehn. Zwei
gegnerische Mannschaften versuchen, innerhalb einer bestimmten Fläche einen
kleinen, harten Ball mit einem Schlagstock möglichst oft in das gegnerische
Tor zu treiben. Zwei Schiedsrichter überwachen das Spiel. Das Spielfeld ist
270 m lang und 180 m breit. Ein Spieler reitet während eines Spiels mehrere
Pferde.
POLO-AUSRÜSTUNG:
Der Ball, mit dem gespielt wird, darf im Durchschnitt nicht größer als 8,8 cm
sein und nicht mehr als 134 Gramm wiegen. Der Schlagstock (stick) besteht aus
einem langen Bambusstiel und einem harten Kopf in Form eines Hammers. Polo ist
ein äußerst schnelles Spiel, hart und nicht ungefährlich. Deshalb sind die
Spieler verpflichtet, einen Helm mit Kinnriemen und eine spezielle
Polokleidung mit Knieschützern zu tragen. Auch für die Pferde müssen bestimmte
Regeln eingehalten werden. Sie müssen Bandagen oder Gamaschen zum Schutz der
Beine tragen. Ihr Schweif wird eingeflochten, einem langen Bambusstiel und einem harten Kopf in Form eines Hammers. Polo ist
ein äußerst schnelles Spiel, hart und nicht ungefährlich. Deshalb sind die
Spieler verpflichtet, einen Helm mit Kinnriemen und eine spezielle
Polokleidung mit Knieschützern zu tragen. Auch für die Pferde müssen bestimmte
Regeln eingehalten werden. Sie müssen Bandagen oder Gamaschen zum Schutz der
Beine tragen. Ihr Schweif wird eingeflochten, sodass sich kein Schläger in den
Haaren verfangen kann. Häufig werden den Pferden auch Stollen in die Hufeisen
eingeschraubt.
nach oben
|